Der Kannibale von Rotenburg als Medienstreit

Prof. Dr. Christian Alexander
Prof. Dr. Christian Alexander beschäftigt sich bei der Langen Nacht der Wissenschaften in Jena am 25.11. auch mit dem Kannibalen von Rotenburg - aus medienrechtlicher Perspektive.

Armin M. war Anfang des Jahrhunderts Thema in allen Medien. Als „Kannibale von Rotenburg“ wurde er oft mit Klarnamen und Bildern gezeigt. Zugleich nutzte er seine Publicity, um ein Buch über sein Leben zu schreiben, wehrte sich aber auch juristisch als seine Taten verfilmt werden sollten. Armin M. war somit zugleich Täter und Opfer der Medien.

Täter, Opfer und die Medien: Was ist erlaubt? Wo werden Grenzen überschritten und welche rechtlichen Grundlagen greifen? Damit beschäftigt sich bei der Langen Nacht der Wissenschaften am Freitag, dem 25. November, Prof. Dr. Christian Alexander. Der Jurist von der Universität Jena wird konkrete Fallbeispiele vorstellen: Neben dem Kannibalen von Rotenburg geht es auch um den Mord an Walter Sedelmayr und Karikaturen von Franz Josef Strauß. „Sie dürften vielen Menschen ein Begriff sein“, sagt der Lehrstuhlinhaber für Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht und Medienrecht der Universität Jena. „Ich glaube das Thema, das auf Entscheidungen von deutschen Gerichten beruht, kann gerade auch für den juristischen Laien spannend sein“, so Alexander.

Womit beschäftigt sich das Medienrecht? Dieser Frage möchte Christian Alexander durch seinen multimedialen Vortrag nachgehen. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Hörsaal 7 des Uni-Campus (Carl-Zeiß-Straße 3). „Ich freue mich auch auf Fragen und Diskussionen“, sagt Prof. Alexander.

Insgesamt sind Universität und Klinikum mit rund 130 Veranstaltungen bei der Langen Nacht der Wissenschaften vertreten. Das komplette Programm ist im Internet zu finden unter: www.sternstunden-jena.de.

Kontakt:

Prof. Dr. Christian Alexander
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Jena
Carl-Zeiß-Straße 3, 07743 Jena
Telefon: 03641 942100   
E-Mail: ls-alexander@uni-jena.de

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