Das Programm der Langen Nacht der Wissenschaft

18:00 - 0:00 (Wiederholung: alle 45 Minuten) | Beutenbergstr. 11a
Candida: Vom Mitbewohner zum Krankheitserreger
Nur etwa 300 der schätzungsweise mehr als 1,5 Millionen Pilzarten können bei Menschen Krankheiten verursachen. Was unterscheidet diese Krankheitserreger (pathogene Pilze) vom Champignon, der Bäckerhefe und all den anderen harmlosen Pilzen? Beutenberg, FH, Schott, Zeiss Kinder

Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie
– Hans-Knöll-Institut –

Eine Candida-Pilzhyphe (blau) dringt in menschliches Gewebe ein

Die Mikroben unseres Körpers sind „unser vergessenes Organ“. Tatsächlich beherbergen wir mehr Mikrobenzellen als eigene Körperzellen. Ein geringer, aber wichtiger Teil der mikrobiellen Flora des Menschen sind Pilze. Diese leben als harmlose Mitbewohner (Kommensalen) auf und in unserem Körper. Einige Pilze der Gattung Candida besiedeln als Kommensalen die Schleimhäute von fast allen Menschen. Unter bestimmten Bedingungen können sie jedoch Krankheiten verursachen. So können bei etwa 75 % aller Frauen Infektionen mit Candida-Pilzen auftreten. Personen mit geschwächtem Immunsystem können sogar schwerwiegende, lebensbedrohliche Candida-Infektionen erleiden. Wir gehen der Frage nach, auf welche Weise es Candida-Pilzen gelingt, Infektionen hervorzurufen und Krankheiten auszulösen. Beobachten Sie den Pilz und seine verschiedenen Wachstumsformen unter dem Mikroskop und entdecken Sie mit Hilfe der Fluoreszenzfärbung wie Candida sich an menschliche Zellen anheftet und in diese eindringt.