Das Programm der Langen Nacht der Wissenschaft

18:00 (Wiederholung: 19:30 und 20:30 Uhr) | IFB Sepsis und Sepsisfolgen, Treffpunkt Forschungszentrum
ABC der Sepsis - Unterschätzter Killer auf der Intensivstation
Papst Johannes Paul II., Rudolf Augstein und Superman Christopher Reeve starben an einer Sepsis. Erfahren Sie von einem Intensivmediziner, was die "Blutvergiftung" so gefährlich macht und wie man sie therapieren kann. Lobeda Behindertengerecht

Universitätsklinikum Jena

Die Sepsis beginnt zum Beispiel mit einer eitrigen Wunde oder einer Lungenentzündung. Wenn der Körper nicht in der Lage ist, eine solche Infektion zu kontrollieren, breitet sie sich im gesamten Organismus aus. Das Immunsystem läuft Amok und attackiert den eigenen Körper. Welche Auswirkungen dies hat und warum der Patient trotz aller ärztlichen Bemühungen sehr schnell in einen lebensbedrohlichen Zustand gelangen kann, erzählt ihnen ein Intensivmediziner. Er erklärt außerdem, mit welchen Maßnahmen im Krankenhaus versucht wird, der Lage  wieder Herr zu werden. Da die Symptome einer beginnenden Sepsis vielen Menschen nicht bekannt sind und ihre Gefährlichkeit oft unterschätzt wird, erhalten Sie Ratschläge, woran Sie eine Sepsis erkennen und was dann zu tun ist.

Allein in Deutschland erkranken jährlich rund 150.000 Menschen an Sepsis und damit mehr als an Dickdarmkrebs, Brustkrebs oder AIDS. Fast die Hälfte aller Erkrankten stirbt. Das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) Sepsis und Sepsisfolgen ist eine interdisziplinäre Plattform des Universitätsklinikums Jena zur Förderung der Forschung und Behandlung der Sepsis und ihrer Folgen. Am IFB forschen Naturwissenschaftler und Ärzte gemeinsam, um Risikopatienten zu identifizieren, die Diagnosestellung zu beschleunigen und neue Therapieansätze zu entwickeln. So sollen die Sterblichkeit der Sepsis gesenkt, die Behandlungskosten minimiert und die Lebensqualität der Betroffenen erhöht werden.

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