Das Programm der Langen Nacht der Wissenschaft

18:15 | Am Steiger 3, 07743 Jena, Döbereiner-Hörsaal
Goethe und die Universität Jena – die Chemie stimmt!
Stadtzentrum Kinder

FSU: Institut für Anorganische und Analytische Chemie

Die Universität Jena blickt auf eine mehr als 450 Jahre alte Tradition zurück. In dieser Zeit entwickelte sich die Chemie von einer geheimnisumwitterten Alchemie zu der Naturwissenschaft Chemie. So trat diese Wissenschaft gegen Ende des 18. Jahrhunderts aus dem Schatten der Philosophie und der Medizin. Zu dieser Zeit ist die Entwicklung eng verknüpft mit dem Wirken Goethes, der die Einrichtung des ersten Chemie-Lehrstuhls vorantrieb, den dann Göttling innehatte. Später entwickelte Döbereiner den Vorläufer des Periodensystems und entdeckte die Katalyse an dem Edelmetall Platin, die in dem nach ihm benannten Feuerzeug Anwendung fand. Goethe selbst war wohl einer der letzten Universalgelehrten, der allen Naturwissenschaften großes Interesse entgegenbrachte, aber auch Anteil an der Entwicklung der Naturwissenschaften hatte – als Beispiele seien hier nur die Farblehre, der von ihm entdeckte Zwischenkieferknochen oder die Experimente zu Geheimtinten genannt. Goethe wusste auch auf Gesellschaften Zuhörer mit kleinen Darbietungen in seinen Bann zu ziehen.

In einer Experimentalvorlesung wird die Entwicklung der Chemie veranschaulicht, wobei manche Experimente zunächst falsch gedeutet wurden. Die (Al)Chemie stellte schon immer eine Wissenschaft dar, die aktuelle Probleme lösen half, sei es bei der Bekämpfung von Krankheiten, Herstellung von Farben und Werkstoffen oder heute bei der Energieproblematik.