Das Programm der Langen Nacht der Wissenschaft

18:00 | FB Elektrotechnik und Informationstechnik, Haus 5, Foyer
„Wie der Blitz“ ist nicht schnell genug - Handylokalisation mit Lichtgeschwindigkeit
Wie können aktive Mobiltelefone in Gebäuden zuverlässig geortet werden? Beutenberg, FH, Schott, Zeiss BehindertengerechtCatering

Fachhochschule Jena

Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojektes „Mobil-Telefon-Lokalisation (MoTeLo)“ wird ein neuartiges Konzept erforscht, um mit Hilfe verteilter Detektoren aktive Mobiltelefone in Gebäuden zuverlässig raumgenau orten zu können. Konkreter Anwendungsfall ist das Orten eingeschleuster Mobiltelefone in Justizvollzugsanstalten.

Die Distanz zwischen Telefon und Detektor ist durch die Signallaufzeit t und die Lichtgeschwindigkeit bestimmbar. Da der Zeitpunkt, zu dem die Aussendung des Signals, unbekannt ist, können lediglich Zeitdifferenzen zwischen einzelnen Detektoren ermittelt werden. Bei dieser Methode dient ein Empfänger als Referenz, zu der die Signale der anderen Empfänger in Bezug gesetzt werden. Im Rahmen des Projektes wurde ein Korrelationsverfahren entwickelt, mit dem kleinste Zeitunterschiede im Bereich weniger Nanosekunden aufgelöst werden können. Aus den Laufzeitdifferenzen mehrerer (bei dreidimensionaler Lokalisation mindestens vier) Detektoren lässt sich so die Position des Mobiltelefons schätzen.

Kontakt: Prof. Dr. Burkhart Voß, Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik, Tel. 03641 205 731, E-Mail: Burkhart.Voss@fh-jena.de