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Die Veranstalter der Langen Nacht der Wissenschaft

Zentrum für Innovationskompetenz SEPTOMICS

Zentrum für Innovationskompetenz SEPTOMICS

Allein in Deutschland erkranken jährlich rund 150.000 Menschen an Sepsis, umgangssprachlich auch „Blutvergiftung“ genannt. Damit liegt die Häufigkeit der Sepsis über der von Erkrankungen wie Dickdarmkrebs, Brustkrebs oder AIDS. Sepsis ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland, fast die Hälfte aller Erkrankten stirbt.

Eine Sepsis kann als Komplikation einer Infektion mit Bakterien aber auch Pilzen, Viren oder Parasiten auftreten. Im Normalfall gelingt es dem Immunsystem, die lokale Infektion am Entzündungsherd einzudämmen. Bei einer Sepsis durchbrechen die Erreger oder ihre Gifte die Begrenzung und breiten sich im gesamten Organismus aus. Das Immunsystem des Patienten ist nicht mehr in der Lage, den Prozess zu kontrollieren und oder zu begrenzen. Der Patient fällt in einen septischen Schock, ein Organ nach dem anderen versagt.

Bei SEPTOMICS arbeiten Infektionsforscher und Mediziner in drei interdisziplinären Arbeitsgruppen eng  zusammen, um die Jahrzehnte anhaltende Stagnation auf dem Gebiet der Sepsisforschung zu überwinden. Denn je schneller die Krankheit erkannt, der Erreger identifiziert und eine individuelle Therapie gestartet werden kann, umso besser sind die Überlebenschancen der Patienten.

Die Arbeitsgruppe „Fungal Septomics“ untersucht, unter welchen Bedingungen eine Pilzsepsis entstehen kann, wie das Immunsystem darauf reagiert und ob es z.B. genetische Risikofaktoren für Pilzinfektionen gibt. Im Gegenzug erforscht „ Host Septomics”, wie die wichtigsten Sepsiserreger von Bakterien bis hin zu Pilzen unser Immunsystem auf molekularer und zellulärer Ebene stimulieren und überlisten. Unsere Mitarbeiter in der klinischen Forschergruppe „Clinical Septomics“ dokumentieren Krankheitsverläufe und gewinnen Probenmaterial von Sepsispatienten. Außerdem überprüfen sie die im Labor gewonnenen Forschungsergebnisse in klinischen Studien auf ihren potentiellen Nutzen. Dieses vernetzte Agieren im Bereich der Grundlagenforschung dient dazu, neue Ansätze zur Diagnose und Therapie der Sepsis zu entwickeln. 

Im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften in Jena freuen wir uns, Ihnen Einblicke in unsere Forschungsarbeiten zu geben und Sie ausführlich über die noch immer weitgehend unbekannte „Volkskrankheit“ Sepsis zu informieren. Sie können sich natürlich auch sonst jederzeit bei uns melden, wenn Sie Fragen haben oder weitere Informationen benötigen.

Kontakt

ZIK SEPTOMICS - PR und Forschungskoordination:
Dr. Janina Hahn
Telefon: 03641 5321374
Telefax: 03641 5322374
E-Mail: septomics@hki-jena.de
Internet: www.septomics.de

AG „Fungal Septomics“
c/o Hans-Knöll-Institut
Beutenbergstraße 11 a
07745 Jena 

AG „Host Septomics“
c/o Universitätsklinikum Jena
Forschungszentrum Beutenberg
Albert-Einstein-Str. 8
07745 Jena

AG „Clinical Septomics“
Universitätsklinikum Jena
Erlanger Allee 101
07743 Jena